Ausgangspunkt des Projektes war das bereits von der AWO entwickelte Nutzungskonzept für die denkmalgeschützte Richtersche Villa in Rudolstadt. Dieses sah ursprünglich drei miteinander verbundene Bausteine vor: ein Fröbelzentrum zur Vermittlung der regionalen Geschichte und der Fröbelschen Reformpädagogik, ein Innovationslabor für kreative Arbeits- und Entwicklungsprozesse sowie einen offenen VillaCampus als Ort für Begegnung, Bildung, Vereine, Unternehmen und Veranstaltungen. Ziel war es, die historische Villa langfristig als lebendigen Bildungs-, Innovations- und Begegnungsort mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung zu etablieren.
Um die vielfältigen Ideen zu konkretisieren, Nutzungen zu priorisieren und eine Grundlage für die weitere Machbarkeitsprüfung zu schaffen, konzipierten und moderierten wir am 27. November 2024 einen gemeinsamen Arbeitsworkshop mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten AWO-Verbände. Mithilfe von Mindmapping, Bestandsaufnahme, vertiefenden Arbeitsphasen und einer abschließenden Konsensrunde wurden bestehende Ansätze überprüft, ergänzt und hinsichtlich ihrer räumlichen, wirtschaftlichen und strategischen Umsetzbarkeit bewertet.
Als bevorzugte Entwicklungsrichtung kristallisierte sich eine Fröbelakademie mit Bildungs- und Beherbergungsangeboten heraus. Der historische Fröbelbezug soll dabei mit Zukunftsthemen des ländlichen Raumes, internationalen Zielgruppen und praxisbezogenen Bildungsangeboten verbunden werden. Ergänzend wurden Nutzungen wie Gastronomie, Hotel- oder Wohnnutzungen vor allem in einem Nebengebäude sowie inklusive und integrative Beschäftigungsansätze betrachtet. Pflege- und Wohnangebote sollen aufgrund der räumlichen und baulichen Anforderungen gesondert geprüft werden. Das Ergebnis des Workshops bildet eine konzeptionelle Grundlage für eine zweite Arbeitsrunde, die Vorplanung und eine wirtschaftliche Machbarkeits- und Kostenprüfung.