Der Landschaftsplan Erfurt beschäftigt sich mit dem Umgang mit Landschafts- und Freirauminanspruchnahme, der Unterstützung der Stadtentwicklung sowie der Steuerung unterschiedlicher Nutzungen wie Bioenergie, Wind, Solar oder Erholung.
Der Planungsprozess war stark beteiligungsorientiert. Fachliche Akteure wie die städtischen Fachämter, der Naturschutzbeirat, Ortsnaturschutzbeauftragte, Fachbehörden sowie die Tourismus GmbH waren eingebunden. Politisch beteiligten sich die Vertreter der Stadtratsfraktionen, Interessenverbände aus Naturschutz, Landwirtschaft und Wohnungswirtschaft sowie die Bürgerschaft selbst wurden direkt einbezogen . Eine Bürgerbefragung durch das Amt für Statistik und Wahlen, ein Schulprojekt in Kooperation mit der Universität Erfurt sowie öffentliche Präsentationen der Ergebnisse sorgten für Transparenz und Akzeptanz. Ziel war es, konkrete Problemstellungen fachlich zu beraten, politische Unterstützung sicherzustellen und durch öffentliche Beteiligung das Thema „Grün“ im Bewusstsein der Stadtgesellschaft zu verankern.
Inhaltlich gliedert sich der Landschaftsplan in einen übergeordneten Masterplan Grün sowie in Detailplanungen für thematische Teilräume. Für diese Teilräume wurden Leitbilder formuliert, Umweltqualitätsziele definiert und die Vielfalt der Kulturlandschaft in den Blick genommen. Ergänzt wurde der Prozess durch eine Strategische Umweltprüfung mit Umweltbericht.
Damit schafft der Landschaftsplan Erfurt eine verbindliche Grundlage für die Bauleitplanung, unterstützt die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Sicherung von FFH- und Vogelschutzgebieten und stärkt zugleich die Wahrnehmung von Natur und Landschaft als zentrales Handlungsfeld der Stadtentwicklung.